Wo überall verwechselst du Ursache und Wirkung?

14.05.2020


Ich hatte eine Arbeitskollegin, die schuftete bis zum Umfallen. Und der Chef brachte immer mehr und noch mehr - und sie erledigte alles, ohne zu murren. Die Überstunden häuften sich, die Feierabende wurden kürzer und ebenso die Ferien. Eines Tages hatte sie genug und sie sagte zu mir: "Er sieht überhaupt nicht, was ich alles tue und bringt immer mehr und mehr, ich weiss kaum mehr, wo mir der Kopf steht! Wenn er wenigstens mal danke sagen würde! Was soll ich nur machen?" Sie wirkte echt verzweifelt. Du kannst jetzt sagen: So eine Dumpfbacke von einem Vorgesetzten! Oder jeder hat den Chef, den er verdient. ;-) 

Ich schaute sie freundlich an und sagte: "Aufhören, alles möglich zu machen." Und dann kam zum Vorschein, was an dem sich unentbehrlich machen für sie alles hing, was sie glaubte, wie eine perfekte Assistentin sich zu verhalten habe und und und ...
Kennst du so Situationen, wo du dich ausgenützt fühlst und vom andern erwartest, dass er doch bitte endlich estimieren solle, was du leistest? Auf die nächste Lohnrunde und eine angemessene Erhöhung hoffst, weil du beim Vorstellungsgespräch so peinlich tief eingestiegen bist, dass es schon weh tut? Du wolltest den Job ja partout haben ... Ich hatte mal einen Chef, der mir mehrmals vorhielt, ich würde wirklich viel verdienen, das hätte man davon, wenn man Leute aus dem Raum Zürich rekrutiere. Das ging so lange, bis es mir zu blöd wurde und ich ihm antwortete, dass er mich ja nicht hätte einstellen müssen. Und Ruhe war!

Und dann gab es da noch den Arbeitskollegen, der dauernd jammerte, wie über-lastet er sei, doch keiner durfte und konnte ihn ent-lasten, denn niemand hatte offenbar entsprechende Fähigkeiten. Meine Toleranzschwelle für Gejammer war wohl schon damals ziemlich tief. Ich offerierte ihm, bei mir ein paar Kniffe zu lernen, um sich effizienter zu organisieren. Stich nie einem Mann mit dem Dolch ins Herz - auch Ego genannt! :-) Und ich merkte, er wollte gar nicht weniger Arbeit haben, das hätte in seiner Wahrnehmung bedeutet, dass er nicht mehr so wichtig war und oh Graus, da er sich null abgrenzen konnte, lief er natürlich zusätzlich Gefahr, mehr Aufgaben aufgehalst zu kriegen, weil er ja wieder freie Kapazitäten hatte ...Du siehst, wir sind sehr fantasievoll darin, uns selber zu verarschen und die Geschichten, die wir anderen erzählen, so lange von uns zu geben, bis wir sie selber glauben. Und ich werte das nicht. Solange es dir gut geht damit, cool! Wenn nicht, schau' hin oder hör' auf zu klönen. Oder wenigstens nicht in meine Ohren.

💥 Was, wenn alles viel einfacher wäre? 💥 Was, wenn du schwupps die Fähigkeit hättest, dich freundlich abzugrenzen?💥 Was, wenn du ganz klar spüren könntest, was du wert bist? 💥 Was, wenn du bereit wärest, diesen Wert auch in der realen Arbeitswelt in 🇨🇭er Fränkli oder Euros einzufordern? 💥 Was, wenn du nichts mehr zu verteidigen und um nichts mehr zu kämpfen brauchtest? 💥 Was, wenn du aufhören könntest, dir selber Angst zu machen? 💥 Was, wenn dir deine Lebenszeit für die Spielchen zu schade wäre? 💥 Was, wenn du ab heute entscheidest, es leicht zu haben?

Ist dir schon mal aufgefallen, dass es Leute gibt, die - egal wie "schlecht" die Zeiten gerade sind -, immer im richtigen Moment am richtigen Ort sind? Die ohne mit der Wimper zu zucken zu sich und ihren Forderungen stehen, sogar Spezialwünsche durchsetzen und das mit einem Lächeln auf den Lippen und einer Selbstverständlichkeit, die einen staunen lässt?

Wo verwechselst du Ursache und Wirkung und wartest, dass man(n) endlich erkennt, was für ein Beitrag du für die Firma bist? 

Dream on ... 🛎

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